musik für´s autofahren. chromatics covern neil young. bei 220 km/h entfaltet der song seine wirkung. erstaunlich.


„wenn die sonne hat viel kraft, der autofahrer die musik laut macht“ ist eine alte bauernregel, die bis heute gültig ist. mit den ersten, wärmenden sonnenstrahlen steigt der lärmpegel auf deutschlands straßen genauso heftig wie der benzinpreis. jungs und mädchen haben das bedürfnis, die fenster runterzukurbeln um zu zeigen, was die automobile stereo-anlage kann.

während die 18-30 jährigen beim cruisen in der city das umfeld mit aktuellen hits aus den charts beschallen, sieht die situation bei ü30 ganz anders aus.

wer heute über 30 ist, hat meistens den anschluss an neue musikinformationsquellen verpasst. die medien, aus denen man  informationen über aktuelle popmusik beziehen konnte, haben sich verändert oder sind verschwunden.

für einen kurzen augenblick  hat youtube die rolle als pop-informationsmedium für alle jahrgänge sehr gut ausgefüllt. doch seit dem streit mit der gema hat auch youtube seine rolle als bester musiksender der welt und a1 werbekanal der musikindustrie verloren. itunes? ganz ehrlich: wer kauft sich schon einen song, wenn er nur 30 sekunden als preview davon zu hören bekommt? das ist, als würde man einem potentiellen autokäufer nur die räder eines fahrzeugs zeigen.

der gema-streit hat auswirkungen auf alle die, die in der blogosphäre musik vorstellen und kaufempfehlungen abgeben. es dauert inzwischen erheblich länger, bis man etwas gefunden, das man „teilen“ möchte. hoffentlich ändert sich das bald wieder, denn es gibt eine menge guter songs da draußen, von denen die meisten autofahrer noch nichts wissen…